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Münster, 17.8.2018
Apotheken.net erregt die Österreicher PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Jens von Rauchhaupt   
Montag, den 30. April 2007 um 11:15 Uhr
pillenDie Internet-Apotheke „SIA Apotheken.net“ mit Sitz in Riga, bietet seit kurzem auch rezeptpflichtige Arzneimittel im Internet an. Auf diese Weise können Österreicher Medikamente wie zum Beispiel das Potenzmittel Viagra, die von den österreichischen Krankenkassen nicht bezahlt werden, günstiger aus Lettland ordern. Dabei wird österreichische Ware zunächst nach Lettland geschickt und von dort wieder an die österreichischen Kunden mit Rezept zurückgesandt. Trotz des aufwendigen Zwischenstopps in Riga liegen die Preise der Medikamente unter denen der österreichischen Apotheken.

Während der Versand von rezeptfreien Medikamenten erlaubt ist, ist dieses Verfahren bei rezeptpflichtigen Mitteln rechtswidrig, berichtet die „die Presse“ aus Österreich und zitiert die Rechtsexpertin Francine Zimmer von der Anwaltskanzlei Dorda Brugger Jordis. Der Arzneimittel-Anbieter aus Lettland betont hingegen, dass sein Geschäft legal sei, da der Kunde selbst den Lieferservice beauftragen würde. Genau dies wird von der österreichischen Apothekenkammer angezweifelt. Nach ihrer Auffassung handelt es sich um einen Versand von rezeptpflichtigen Medikamenten, da der Lieferservice erst nach Bestellung des Kunden im Internet vermittelt werde. Laut der Rechtsexpertin Zimmer sei der Sachverhalt erst dann anders zu beurteilen, wenn der Kunde die Lieferung tatsächlich ganz alleine organisieren müsste. Die österreichische Apothekenkammer droht nun damit Apotheken.net auf Unterlassung zu verklagen.


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