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Münster, 22.4.2018
Lettischer Ombudsmann Juris Jansons warnt vor Menschenhandel PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 19. Oktober 2013 um 00:00 Uhr

Juris Jansons, PorträtJuris Jansons, der staatliche Anwalt der Menschenrechte und Vertreter der Organisation „Patvērums `Drošā māja”/ „Zuflucht `Sicheres Haus`“ informierten am 18.10.2013, am EU-Tag gegen den Menschenhandel, über die Gefahren für die lettische Bevölkerung. Der Hauptgrund moderner Formen der Versklavung seien fehlende Informationen. Demnach vertrauen besonders auf dem Lande Menschen in sozial und wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen allzu schnell verlockenden Versprechungen. Doch statt eines besseren Lebens im Westen drohen dort menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, finanzielle und sexuelle Ausbeutung.

Lettischer Ombudsmann Juris Jansons,  Foto: tiesibsargs.lv

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Lettland: Bislang acht Tote durch illegal hergestellten Schnaps PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 17. Oktober 2013 um 00:00 Uhr

Durchsichtige Plastikflasche, halb gefüllt mit FlüssigkeitBis zum 16.10.13 starben in Jelgava bereits acht Konsumenten illegal hergestellten Alkohols, vier weitere werden im Krankenhaus behandelt. Sie besorgten sich das gefährliche Gemisch in einer sogenannten „Točka“, so nennen Letten Verkaufsstellen, wo sich Alkoholiker an der Steuer vorbei günstigen Schnaps besorgen können. Doch diese alkoholischen Gemische sind unbekannter und unkontrollierter Herkunft, werden häufig von Laien hergestellt. Ein Toxikologe meinte in der TV-Sendung Panorama vom 16.10.2013, dass die Produzenten offenbar die Zutaten verwechselt hatten: Der Alkoholanteil habe zu 99 Prozent aus giftigem Methanol bestanden. 50 Gramm davon reichten für eine tödliche Dosis. Innenminister Rihards Kozlovskis bezeichnete in derselben Sendung die Točkas als sozialökonomisches Phänomen.

Illegal hergestellter Alkohol wird häufig in Plastikflaschen verkauft, Foto: Jesusalconada auf Wikimedia Commons, Lizenz

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Lettland: Rigaer Zentralgefängnis prellte Inhaftierte um ihren Lohn PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 07. September 2013 um 00:00 Uhr

Karlis Serzants, PorträtfotoKārlis Seržants, Abgeordneter der oppositionellen Zaļo un Zemnieku savienība/ Union der Grünen und Bauern, hatte bereits im letzten Winter E-Mails erhalten, die auf einen Skandal hinwiesen. Demnach mussten Inhaftierte des Rigaer Zentralgefängnisses ohne Lohn arbeiten. Sie verrichteten Tätigkeiten, für die die Strafanstalt eigentlich Unternehmen bezahlt hatte. Der Politiker informierte den Justizminister Jānis Bordāns (Nationale Allianz). Doch die damalige Chefin der Gefängnisverwaltung wies die Vorwürfe zurück und warf Seržants Verleumdung vor. Inzwischen musste sie zurücktreten. Ob die geprellten Gefangenen der Grund sind, ist noch unklar. Eine Untersuchung des Justizministeriums bestätigte Seržants` Vorwürfe: Strafgefangene mussten Gebäude demontieren, Bauschutt und Schrott abtransportieren, dafür erhielten sie keinen Santīms und mussten mehr Arbeitsstunden leisten, als offiziell vorgesehen waren. Seržants warnt vor den Folgen solcher Missstände.

Der Journalist und Saeima-Abgeordnete Kārlis Seržants, Foto: Saeima, Lizenz

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