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Münster, 20.10.2017
Rigas Stadtrat untersagt riskantes Eisangeln PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 25. Juli 2013 um 00:00 Uhr

EisanglerIn jedem Winter führt das Angeln auf zu dünnem Eis zu Unfällen. Auf der Daugava, den Seen rund um Riga, ja selbst auf der Ostsee riskieren Hobbyfischer ihr Leben. Im letzten März brachen vor der Küste Jūrmalas und Rigas zwei Eisschollen ab, auf der sich etwa 200 Angler befanden. Ihre Rettung beschäftigte die lettischen Rettungsdienste stundenlang, sogar Hubschrauber kamen zum Einsatz. Noch in sonnigen Vorfrühlingstagen, wenn die Eiszapfen längst tropfen, ist auf der Daugava noch reges Anglertreiben zu beobachten. Das möchte Rigas Stadtrat nun verhindern. Ein neuer Beschluss stellt das Betreten zu dünner Eisflächen unter Strafe.

Eisangler auf der Daugava in Riga, Foto: LP

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Lettland: Rettungsaktion für 223 abgedriftete Eisfischer kostete 10.000 Lats PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 11. April 2013 um 00:00 Uhr

Eisangler auf der DaugavaDas Bemühen, den Karfreitagsfisch zu angeln, erwies sich für hunderte lettische Eisangler als lebensgefährliches Unterfangen. Sie befanden sich auf der gefrorenen Fläche vor der Ostseeküste des Kurorts Jūrmala, als heftiger Wind das Meer aufwirbelte. Vor dem Ortsteil Majori und dem benachbarten Rigaer Vorort Vakarbuļļi brachen zwei Eisschollen ab, auf denen sich Hunderte von Anglern befanden. 223 von ihnen gelang es nicht mehr, vom abdriftenden Eis ans Ufer zu flüchten. So mussten die lettischen Rettungsdienste am höchsten christlichen Gedenktag zu einem international beachteten Großeinsatz ausrücken. Die örtlichen Feuerwehrleute, Soldaten und Schiffsbesatzungen des Rigaer Hafens eilten mit Spezialfahrzeugen, Booten, Eisbrechern und zwei Helikoptern zur Stelle. Ihnen gelang es, alle von den Eisschollen, die sich kilometerweit vom Ufer entfernten, zu retten. Derweil deckte die Ir-Redaktion eine kleine Politiker-Lüge auf: Nicht der Rigaer Schlepper Santa, sondern nur Marss 1, der einer estnischen Privatfirma gehört, habe Angler an Bord genommen.

Eisangeln ist auch auf Lettlands größtem Fluss, der Daugava, beliebte Freizeitbeschäftigung. In jedem Jahr berichten die lettischen Medien über Opfer, die auf vereisten Gewässerflächen einbrachen. Das Fischen mit Stuhl und Eisbohrer ist kein bloßer Zeitvertreib, sondern auch eine oft genutzte Möglichkeit, den Speiseplan zu bereichern. Foto: LP

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Rigas Polizisten wünschen sich mehr Aufmerksamkeit in Notfällen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 28. März 2013 um 00:00 Uhr

Schneespuren Der Homo Oeconomicus saust durch die Stadt. Unsichtbare Scheuklappen bewahren ihn vor dem Blick ins Elend. Zeit ist Geld und entsprechend knapp und kostbar. Auf chromblitzendem Tretroller auf die nächste Win-Win-Situation zusteuernd wäre ein Seitenblick zu riskant und pure Verschwendung. Dieser Typ, diese Parodie des Menschen, schufen Wirtschaftswissenschaftler. Eigennutz rechnet sich ökonomisch. Ein Verweilen, um Hilfe zu leisten, hielte nur auf und schadete dem Volkseinkommen. Im Zeitalter der Effizienz-Kriterien veralbert der Homo Oeconomicus die drollige Unvernunft des Gutmenschen. Einer Bettlerin 20 Santims zu spendieren, das mag noch angehen. Doch was wäre, wenn man sich ernsthaft kümmerte? Müsste man die eigene beheizte Wohnung Obdachlosen zur Verfügung stellen? Die gesamte Freizeit opfern, um fremde Bedürftige zu betreuen und unbekannte Kranke zu pflegen, die Feierabende am Ausschank von Suppenküchen verbringen? Vielleicht sogar in einen Sozialberuf wechseln? Nicht jeder ist für das Leben eines Albert Schweitzers oder des heiligen Franziskus` geeignet. Rigas Städtische Polizei bietet eine bequemere Möglichkeit das Leben anderer zu retten. Seit dem 24.9.2012 registrierten die Polizisten 24 Menschen im Stadtgebiet, die wegen Unterkühlung starben. Experimente zeigen, dass die Mehrheit der Passanten achtlos an Kälteopfern vorübergeht. Dabei hielte sich der Helferaufwand in Grenzen: Man müsste nur über den Notruf 110 die Polizisten informieren. Rigas Polizei stellte am 26.3.2013 ihre Kampagne „Neesi vienaldzīgs!/ Sei nicht gleichgültig!“ der Öffentlichkeit vor.

Eisige Temperaturen verursachen Kältetote, auch auf öffentlichen Plätzen, Foto: LP

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