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Münster, 20.4.2019
Lettland: Rigaer Zentralgefängnis prellte Inhaftierte um ihren Lohn PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 07. September 2013 um 00:00 Uhr

Karlis Serzants, PorträtfotoKārlis Seržants, Abgeordneter der oppositionellen Zaļo un Zemnieku savienība/ Union der Grünen und Bauern, hatte bereits im letzten Winter E-Mails erhalten, die auf einen Skandal hinwiesen. Demnach mussten Inhaftierte des Rigaer Zentralgefängnisses ohne Lohn arbeiten. Sie verrichteten Tätigkeiten, für die die Strafanstalt eigentlich Unternehmen bezahlt hatte. Der Politiker informierte den Justizminister Jānis Bordāns (Nationale Allianz). Doch die damalige Chefin der Gefängnisverwaltung wies die Vorwürfe zurück und warf Seržants Verleumdung vor. Inzwischen musste sie zurücktreten. Ob die geprellten Gefangenen der Grund sind, ist noch unklar. Eine Untersuchung des Justizministeriums bestätigte Seržants` Vorwürfe: Strafgefangene mussten Gebäude demontieren, Bauschutt und Schrott abtransportieren, dafür erhielten sie keinen Santīms und mussten mehr Arbeitsstunden leisten, als offiziell vorgesehen waren. Seržants warnt vor den Folgen solcher Missstände.

Der Journalist und Saeima-Abgeordnete Kārlis Seržants, Foto: Saeima, Lizenz

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Rechnung an die „Teppichroller“ - Otto Ozols stellt lettische Entschädigungsforderung für deutsche Okkupation zur Debatte PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 31. August 2013 um 00:00 Uhr

Deutsche Wehrmachtstruppen in Reih und GliedDer streitbare und umstrittene Journalist und Schriftsteller Mārtiņš Barkovskis veröffentlicht Texte unter dem Pseudonym Otto Ozols. Er erregt in seiner Kolumne für die Webseite tvnet.lv mit provozierenden Thesen Aufmerksamkeit. Sein Beitrag vom 28.8.2013 war dem Thema lettische Entschädigungsforderungen für die Okkupationszeit von 1940 bis 1990 gewidmet. Derzeit entscheidet der nationalkonservative Justizminister Jānis Bordāns darüber, ob die Kommission wieder eingesetzt wird, die die Verluste berechnen soll, die Lettland infolge der sowjetischen Okkupation entstanden sind. Seit dem Krisenjahr 2009 ruht ihre Arbeit. Ozols erinnert daran, dass auch die Deutschen vom Juli 1941 bis in den Mai 1945 Lettland besetzt hielten (zuletzt nur noch Teile von Kurland) und stellt zur Debatte, auch dem westlichen Nachbarn für seine Kriegstaten eine Rechnung auszustellen. Ozols begründet dies mit einem Brief des lettischen Holocaustforschers Andrievs Ezergailis, den dieser 1990 an Ivars Godmanis, den ersten lettischen Regierungschef nach der Unabhängigkeit, geschrieben hatte.

Deutsche Wehrmachtsoldaten in Estland, Foto: Bundesarchiv, Bild 101I-010-0938-19 / Hausen, v. / CC-BY-SA, Lizenz

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Rigas Stadtrat untersagt riskantes Eisangeln PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 25. Juli 2013 um 00:00 Uhr

EisanglerIn jedem Winter führt das Angeln auf zu dünnem Eis zu Unfällen. Auf der Daugava, den Seen rund um Riga, ja selbst auf der Ostsee riskieren Hobbyfischer ihr Leben. Im letzten März brachen vor der Küste Jūrmalas und Rigas zwei Eisschollen ab, auf der sich etwa 200 Angler befanden. Ihre Rettung beschäftigte die lettischen Rettungsdienste stundenlang, sogar Hubschrauber kamen zum Einsatz. Noch in sonnigen Vorfrühlingstagen, wenn die Eiszapfen längst tropfen, ist auf der Daugava noch reges Anglertreiben zu beobachten. Das möchte Rigas Stadtrat nun verhindern. Ein neuer Beschluss stellt das Betreten zu dünner Eisflächen unter Strafe.

Eisangler auf der Daugava in Riga, Foto: LP

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