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Münster, 24.4.2019
Kirchenbrände in Carnikava und Smiltene PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 19. Dezember 2017 um 00:00 Uhr

Gerade restaurierte Holzkirche völlig zerstört

Brennende Kirche von SiguliDen Gläubigen von Carnikava, einem Landkreis an der Rigaer Bucht, wurde die vorweihnachtliche Freude gründlich verdorben: Am Morgen des zweiten Advents standen sie vor der ausgebrannten Ruine ihrer kleinen Holzkirche in Siguli, dem ältesten hölzernen Gotteshaus an der Küste Vidzemes. Viele Jahre war das Gebäude restauriert worden, die Fassade glänzte in hellen Farben. 2018, zum 100. Jubiläum der lettischen Republik, sollte die Kirche feierlich wiedereröffnet werden. Statt dessen wurden die Kirchgänger vor einigen Tagen aufgerufen, die verbrannten Überreste zu beseitigen. Inzwischen wird schon Geld für den Wiederaufbau gesammelt. Am 14. Dezember 2017 wurde die Feuerwehr von Smiltene alarmiert: Auf die lutherische und die katholische Kirche gab es Brandanschläge, doch die Sachschäden halten sich in Grenzen.

Die Kirche von Siguli ist völlig ausgebrannt, Foto: baltezerabaznica.lv

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Ilmars Poikans reicht Gnadengesuch beim Staatspräsidenten ein PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 25. November 2017 um 13:42 Uhr

„Gefährlicher Präzedenzfall“

Protest gegen Verhaftung NeosIm Frühjahr 2010, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, machte eine „Volksarmee des vierten Erwachens“ in Lettland Schlagzeilen. Die Zuschauer des LTV-Magazins „De Facto“ erfuhren, dass diese angebliche Armee damit drohte, die Informationen aus einem riesigen Datenleck der Steuerbehörde preiszugeben. Wegen eines Programmierfehlers waren 7,4 Millionen persönliche Steuerdaten frei zugänglich gewesen. Während die Regierung den staatlichen Angestellten die Gehälter massiv kürzte, verdiente man beispielsweise in der Chefetage der vom Staat geretteten Pleitebank Parex munter weiter. Die Polizei ermittelte. Hinter der angeblichen „Armee“ steckte der Informatiker Ilmars Poikans, der sich später als „Neo“ ausgab. Er kam vorübergehend in Untersuchungshaft und musste sich in den folgenden Jahren Gerichtsprozessen stellen, weil er persönliche Daten und Geschäftsgeheimnisse in Umlauf gebracht habe. Das Oberste Gericht bestätigte im Oktober 2017 als höchste lettische Instanz das Urteil, das Poikans mit 60 Stunden ehrenamtlicher Arbeit bestraft. Doch Poikans kämpft weiter für seine Unschuld.

Im Mai 2010 demonstrierten Sympathisanten vor dem Ministerkabinett gegen die Verhaftung Neos, Foto: LP

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Misshandlungen in lettischen Kinderheimen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 14. Oktober 2017 um 14:58 Uhr

Mitten in der Nacht abgeholt

Janis reirsDie Situation in den lettischen Kinderheimen habe sich entscheidend verbessert, verlautbarte Sozialminister Janis Reirs am 11. Oktober 2017 im Lettischen Radio (lsm.lv). Das hätten verschiedene Experten der Vereinten Nationen, der staatlichen Aufsicht für Kinderschutzrechte und des Sozialministeriums bestätigt. Die Verhältnisse in den Heimen für Waise und schwer Erziehbare werden nach Aussage des Politikers seit dem Jahr 2000 ständig überprüft. Am Anfang habe es physische Gewalt gegeben, diese sei später durch emotionale ersetzt worden. Reirs will nicht ausschließen, dass immer noch Gewalt in solchen Einrichtungen vorkommt, doch das System sei darauf ausgerichtet, solche Fälle aufzuspüren. Die öffentlichen Stellungnahmen des Ministers in dieser Sache haben einen bestimmten Grund. Im April 2017 hatten die öffentlich-rechtlichen Medien über die skandalösen Zustände in einem Kinderheim in Jelgava berichtet und der Minister bestritt damals, dass dieser Fall repräsentativ sei.

Minister Janis Reirs, Foto: Saeima - Flickr: 10.Saeimas deputāts Jānis Reirs, CC BY-SA 2.0

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