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Münster, 26.6.2017
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Geschrieben von: Ralf Hoeller   
Freitag, den 14. April 2017 um 00:00 Uhr

Es gibt nichts zu gewinnen für die izlase

Lettisches NationalteamRussland. Schweden. Die USA. Die Slowakei. Das sind schon mal vier Vorrundengegner der izlase bei der kommenden Eishockeyweltmeisterschaft. Alle vier haben eins gemeinsam: Sie sind gegenüber der Auswahl der Letten als wesentlich stärker einzustufen. Als ob das nicht schon schwer genug wäre, stellt ausgerechnet die Gastgebernation einen weiteren Kontrahenten. Der heißt Deutschland. Da werden Erinnerungen wach an den letzten Sommer. Am 4. September vergeigte Lettland beim olympischen Qualifikationsturnier in Riga das letzte Spiel und damit die Fahrkarte nach Pyeongchang. Gegner waren die Deutschen, die nun ihrerseits bei Olympia teilnehmen dürfen.

Das lettische Nationalteam, hier bei den Olympischen Spielen in Vancouver 2010, Foto: Chase N. auf Wikimedia Commons, Lizenz

 

Insofern hat das kommende WM-Turnier, gemeinsam von Deutschland und Frankreich ausgerichtet, kaum sportliche Relevanz. Es dient allenfalls als Bestandsaufnahme oder Standortfestlegung hinsichtlich des weitaus bedeutenderen Turniers nächsten Februar in Südkorea. Wer wie abschneidet, ist letztlich egal; Hauptsache, man steigt nicht aus der A-Klasse ab.

Droht den Letten wirklich ein solches Szenario? Falls sie tatsächlich gegen sämtliche fünf oben genannte Widersacher den Kürzeren ziehen, wäre ein oder, noch besser, wären zwei Siege gegen die restliche Konkurrenz schon nicht schlecht; denn der letzte Platz in der Vorrundengruppe bedeutet zwangsläufig den Abstieg in die B-Klasse.

Die beiden übrigen Vorrundenteams, mit denen sich die Rot-Weiß-Roten auseinandersetzen müssen, sind Italien und Dänemark. Beide erscheinen durchaus schlagbar. Beide können aber auch an einem guten Tag - und einem entsprechend schwarzen der izlase - für eine Überraschung sorgen. Immerhin spielt der Austragungsplan den Letten in die Hände. Gewinnen sie am 6. Mai ihr Auftaktspiel gegen die Dänen, hätten sie schon mal die größte Sorge vom Hals.

Vier Tage später folgt dann der Auftritt gegen Italien. Dazwischen liegt das Spiel gegen die Slowakei, den vermutlich schwächsten der ganz starken Gegner. Eine positive Bilanz aus diesen drei Begegnungen, und Lettland könnte bar jedes Nervenflatterns die restlichen Turnierbegegnungen angehen. Und gegen die Deutschen auf Revanche sinnen: Das Duell gegen den Gastgeber steigt am 16. Mai in der 18.000 Zuschauer fassenden Lanxess-Arena zu Köln. Es ist das letzte Vorrundenspiel.

Die weiteren Termine, falls Lettland wider Erwarten die Vorrunde überstehen sollte: Die Viertelfinalspiele finden am 18. Mai statt, einem Donnerstag. Zwei Tage später folgen dann die beiden Halbfinalspiele. Am Sonntag, den 21. Mai, steigt schließlich das große Finale. Austragungsort ist wieder Köln.









 

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