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Münster, 21.10.2018
Lettland: Nominale Lohnsteigerungen um 8,4 Prozent PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 01. September 2018 um 00:00 Uhr

Aber westeuropäisches Lohnniveau ist noch weit entfernt

GewerkschaftsprotesteDie lettischen Löhne und Gehälter sind von Juni 2017 bis Juni 2018 deutlich gestiegen. Das ermittelten die Mitarbeiter des lettischen Zentralamts für Statistik, CSB. Durchschnittlich beträgt ein monatliches Brutto-Gehalt nun 1004 Euro für eine Vollzeitstelle, davon blieben netto 743 Euro. Das entspricht einem nominalen Brutto-Lohnzuwachs von 8,4 Prozent innerhalb eines Jahres (der reale Netto-Lohnzuwachs abzüglich Inflation betrug 7,4 Prozent). In der privaten Wirtschaft wurden 991 Euro, im öffentlichen Dienst 1035 Euro Brutto-Durchschnittslohn erreicht, in den gesondert aufgeführten vom Staat kontrollierten Kapitalgesellschaften 984 Euro (csb.gov.lv). Allerdings wird in den einzelnen Branchen und je nach Region recht unterschiedlich verdient. Experten sagen ein baldiges Ende des Lohnbooms voraus.

Proteste der Lehrergewerkschaft LIZDA gegen niedrige Löhne, Foto: LIZDA

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Dürre in Lettland: Landwirtschaftsministerium schätzt die Verluste PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 23. August 2018 um 00:00 Uhr

Der nasse Herbst des letzten Jahres schadete der diesjährigen Ernte zusätzlich

trockener FeldwegEnde Juli reiste der lettische Landwirtschaftsminister Janis Duklavs nach Brüssel, um mit dem zuständigen EU-Kommissar Phil Hogan zu verhandeln (LP: hier). Hogan zeigte sich beim Thema Entschädigungs-Zahlungen wegen der diesjährigen Hitze und Dürre reserviert und forderte von Duklavs, bis zum 30. August erst einmal die zu erwartenden Verluste für die lettischen Landwirte zu beziffern. Das lettische Landwirtschaftsministerium legte am 22. August provisorische Zahlen vor: Demnach brachte die lang andauerne Hitze und fehlender Regen den lettischen Bauern Ertragseinbußen in Höhe von 359 Millionen Euro ein.

Nahaufnahme eines trockenen Feldwegs, Foto: Gohnarch 22:45, 18 January 2008 (UTC) - Own work, CC BY-SA 3.0, Link

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Lettland: Bislang größter Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Montag, den 06. August 2018 um 00:00 Uhr

In Saldus werden 15.570 Schweine vernichtet

antikes SchweineopferSeit 2014 verbreitet sich die Afrikanische Schweinepest in Lettland. Sie ist für die infizierten Tiere meistens tödlich. Vermutlich brachten Wildschweine die Seuche ins Land. Der Erreger ist äußerst widerstandsfähig, überlebt Transporte in befallenem Fleisch oder Wurst für lange Zeit. Er kann sogar an Kleidung oder Fahrzeugen haften und sich so weiter verbreiten. Wenn die staatlichen Veterinäre diese Krankheit in einem Zucht- oder Mastbetrieb feststellen, werden alle Schweine des betroffenen Bestands, auch die noch Gesunden, getötet oder wie es in der lettischen Sprache treffender heißt: "likvideti", liquidiert. Am 1. August traf diese Krankheit eine der größten lettischen Schweinefarmen. Der Betrieb befindet sich in der westlettischen Kleinstadt Saldus. Die staatlichen Kontrolleure ordneten an, dessen 15.570 Tiere zu töten (mk.gov.lv). In diesem Jahr wurden bereits acht Ausbrüche dieser tückischen Seuche in lettischen Zucht- und Mastbetrieben festgestellt. Nirgends war die Zahl der zu tötenden Tiere bislang so hoch wie in Saldus.

Darstellung eines Schweineopfers in der Antike, Foto: Epidromos Painter - Jastrow (2007), Gemeinfrei, Link

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