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Münster, 03.8.2020
Fliegende Pharmaka mit Zwischenstopp Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Donnerstag, den 21. Dezember 2006 um 09:57 Uhr
Auf der deutschsprachigen Internetpräsenz apotheken.net können Kunden aus Österreich rezeptfreie Arzneimittel und Kosmetika bestellen. Das Merkwürdige an der Sache ist, dass die Ware aus Riga stammt und apotheken.net mit dem Slogan wirbt: “Wir liefern österreichische Orginalprodukte“.  Wie passt das zusammen, wollte die österreichische Nachrichtenagentur APA wissen und befragte daher den Anteilseigner von apotheken.net, Peter J. Gundacker von PharmaService:
 
"Der Konsument bestellt am Computer über unsere Internet-Plattform die Arzneimittel. Die Apotheke in Riga bestellt bei einem österreichischen Pharma-Großhändler österreichische Ware. Sie wird in Großpackungen per Flugzeug nach Riga geliefert, wo in der Apotheke ein eigens für Österreich vorgesehenes Pufferlager besteht. Auf Bestellung des österreichischen Konsumenten sondiert dort ein Apotheker die spezifische Lieferung aus der Großpackung, etikettiert und verpackt sie, fertig. Per Flugzeug kommt die Lieferung nach Österreich und wird dem Besteller per Post zugeschickt.“ Die Bestellung soll laut Grundacker in zwei bis drei Tagen beim Konsumenten sein.

In Österreich ist der Pharma- Internetversandhandel verboten. Pharma Service hat also einen Weg gefunden, wie man legal den Kunden in Österreich rezeptfreie Pharmaka über das Internet anbieten kann. Besonders verwunderlich ist die Tatsache, dass die Ware trotz des Zwischenstopps in Riga durchschnittlich 15 Prozent günstiger ist als in den österreichischen Apotheken. Sparfüchse sollten größere Mengen ordern, da eine Mindestbestellung von 20 Euro bei apotheken.net Voraussetzung ist. Die österreichische Apothekerkammer ist nicht begeistert und ihr Präsident Heinrich Burggasser kündigte eine Prüfung an. Besonders gefragt sind in der Internetapotheke übrigens Aspirin, Nikotinpflaster und Nikotinkaugummis.
 
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