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Münster, 24.1.2020
Der aufschlussreiche 6. Juni 2018: Weniger Fracht für lettische Häfen, weniger russische Investitionen, Lob und eine Aufforderung von der US-Regierung PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 09. Juni 2018 um 00:00 Uhr

Russischer Botschafter Lukjanow: Situation ist unbeständig und widersprüchlich

Hafen von VentspilsAm 6. Juni 2018 warfen zufällig einige Verlautbarungen denkwürdige Schlaglichter auf die west-östliche Handels- und Sanktionspolitik. Inga Antane beispielsweise, ehemalige Vorsitzende des Transport- und Logistikverbandes, warnte an diesem Tag im Lettischen Radio (lsm.lv) vor erheblichen Frachtrückgängen in lettischen Häfen. Im Vergleich zum ersten Viertel des Vorjahres ging die Gesamtmenge von 18,5 Millionen auf 15,6 Millionen Tonnen zurück. Das sind 15,9 Prozent weniger. Die Kohlefracht verringerte sich um 21,4 Prozent, Flüssigkeiten um 26 Prozent und die Menge der verfrachteten Ölprodukte um 27,9 Prozent. Diese Zahlen stammen von der Zentralen Lettischen Statistikbehörde. Weniger Waggons aus Russland erreichen lettische Häfen. Im Streit mit dem Westen, der ökonomisch ausgetragen wird, transportieren die Russen ihre Kohle- und Erdölexporte nun lieber über die eigenen Seehäfen.

Die Hafenanlagen von Ventspils, Foto: Laima Gūtmane,  CC BY-SA 3.0, Link

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Lettland: Verwickelte Abwicklung von KKV Liepajas Metalurgs PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 28. April 2018 um 12:00 Uhr

Kein Stahl mehr aus Liepaja

ElektrohochofenDie Hafenstadt Liepaja war einst ein wichtiger Industriestandort und das Stahlwerk Liepajas Metalurgs eines ihrer größten Firmen. Sportvereine und die Sporthalle trugen den Namen Metalurgs. Doch seit der Finanzkrise kamen die Stahlkocher nicht mehr aus der Verlustzone. Ein Kredit, für den der Staat bürgte, und die Investition in einen modernen Elektroschmelzofen brachten keine Wende. 2013 meldeten die Aktionäre Insolvenz an, die Regierung veräußerte Metalurgs an die ukrainische KKV Group, der die Sanierung misslang und die sich danach mit der lettischen Regierung vor internationalen Schiedsgerichten stritt. Seit September 2016 ist KKV Liepajas Metalurgs endgültig insolvent und wird nun in Auktionen stückweise zerlegt und verkauft.

Ein Elektro-Hochofen, Foto: „Fotothek df n-08 0000383“ von Deutsche Fotothek‎. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons.

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EU-Abgeordneter Sven Giegold fordert „strenge“ EZB-Eingangsprüfung für Citadele-Bank PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 20. April 2018 um 08:20 Uhr

„Sumpf des schmutzigen Geldes“

Citadele-Zentrale in RigaGiegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen/ EFA-Fraktion, schrieb der Vorsitzenden der EZB-Bankenaufsicht, Daniele Nouy, am 17. April 2018 einen Brief. Darin fordert er die Bankenprüferin auf, die Citadele-Bank besonders gründlich zu kontrollieren. Nach der Pleite der ABLV ist nun die Citadele die drittgrößte lettische Bank. Nouys Behörde kontrolliert die drei größten lettischen Kreditinstitute, neben der Swedbank und der SEB nun auch die Citadele. Nach Giegolds Auffassung habe der SSM, der Single Supervisory Mechanism – so lautet der offizielle Name der Bankenaufsicht – im Falle der ABLV versagt: „Nach dem unrühmlichen Scheitern der ABLV-Bank muss ein weiteres peinliches Aufsichtsversagen um jeden Preis vermieden werden. Citadel hat einen beträchtlichen Anteil an ausländischen Kunden. Die EZB sollte eine gründliche Eingangsprüfung durchführen, bevor sie die direkte Aufsicht über die Citadel Bank übernimmt. Die Eingangsprüfung sollte als vollständige Überprüfung der Qualität der Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung der Geldwäscherisiken durchgeführt werden.“ (sven-giegold.de)

Die Citadele-Zentrale in Riga, Foto: LP

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