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Münster, 23.5.2017
Riga als Hafen Afghanistans – Letten hoffen auch nach dem Abzug der ISAF-Truppen auf regen Transitverkehr PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 21. Juli 2012 um 00:00 Uhr

Eisenbahnbr[cke in RigaAm Einsatz der ISAF-Truppen in Afghanistan beteiligen sich 50 Nationen mit insgesamt etwa 129.000 Soldaten. Daran sind auch Nicht-NATO-Staaten wie Aserbaidschan oder die Vereinigten Emirate mit kleinen Einheiten beteiligt. NATO-Mitglied Lettland hat 185 Armeeangehörige zur Kontrolle des nordafghanischen Flughafens Masar-e Scharif stationiert. In diesem Landesteil haben Generäle der Bundeswehr die Oberaufsicht. Auch die kleine lettische Einheit hatte Tote zu beklagen. Für die Militärstrategen ist die mittlere Baltenrepublik aus einem weiteren Grund von Beachtung. Von der Hafenstadt Riga werden die ISAF-Truppen aus nördlicher Richtung mit Nachschub versorgt. Vom Rigaer Flughafen starten Transportflugzeuge, aber zivile Güter werden auch auf dem billigeren Schienenweg befördert. Die Spurbreite der lettischen Eisenbahn entspricht dem Gleismaß der Sowjetunion, so dass die Militärwaggons ohne Unterbrechung über Russland, Kasachstan und Usbekistan oder über Kirgisien und Tadschikistan bis Afghanistan rollen. Auf diesen Strecken wird voraussichtlich reger Betrieb sein, wenn in den nächsten Jahren die Truppen abziehen sollten. Am 9.5.12 besuchte der Verkehrsexperte der afghanischen Regierung, Sham L. Bathija, den lettischen Verkehrsminister Aivis Ronis in Riga. Beide Seiten zeigen Interesse, den Transitweg zwischen Riga und Kabul nach dem ISAF-Abzug weiter zu nutzen. Māris Andžāns, Mitarbeiter des Lettischen Instituts für Außenpolitik, erläuterte in einem Beitrag für politika.lv die Vorteile.

Eisenbahnbrücke in Riga, Foto: LP

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Lettland: „Made for Germany“ - Die Deutschbaltische Außenhandelskammer zeichnete die Firma AKG Thermotechnik aus PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 16. Juni 2012 um 00:00 Uhr

Scheckübergabe bei der AHK-Preisverleihung

Ein mittelständischer Betrieb, der auf spezialisierte Fertigung und Einzelbestellungen eingestellt ist – das klingt nach Muschterländle – ist aber Lettland. Die Deutsch-Baltische Außenhandelskammer (AHK) zeichnete lettische Produzenten von Wärmetauschern mit dem Preis der Deutschen Wirtschaft für Lettland aus. Henning Simon, Diplomat der Deutschen Botschaft, und AHK-Präsident Thomas Schöllkopf überreichten die Glastrophäe den Vertretern der Firma AKG Thermotechnik am 12.6.12 in einer festlichen Abendveranstaltung.

AHK-Preisverleihung 2012, Foto: Kaspars Garda

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Lettland: 6.9 Prozent - Statistiker beziffern Konjunkturrekord PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 14. Juni 2012 um 00:00 Uhr

Baustelle In RigaDas Lettische Institut, eine Art PR-Abteilung der Regierung, verkündete Anfang Juni 2012 die frohe Botschaft: Die Statistiker verzeichneten für das erste Jahresviertel einen Anstieg des lettischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,9 Prozent (inflationsbereinigt laut Eurostat um 5,5 Prozent) im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres. Das war Rekord im EU-Raum. Nach der höchsten Rezession zur Zeit der ersten Finanzkrisenwelle registrieren die baltischen Länder nun die höchsten Wachstumsraten. Die BIP-Rückgänge in den Jahren von 2008 bis 2010 sind damit aber noch nicht ausgeglichen. Die Umsätze für den lettischen Handel stiegen um 8,1 Prozent, die verarbeitende Industrie legte sogar um 16,5 Prozent zu. Die Bauwirtschaft, die in den Rezessionsjahren einbrach, ist wieder im Aufwind und verzeichnet ein BIP-Plus von 28,5 Prozent. Die vermehrte wirtschaftliche Aktivität führte auch zu mehr Privatkonsum (9,6 Prozent) und höheren staatlichen Einnahmen. Die Finanzämter kassierten 19,3 Prozent mehr Verbrauchssteuern. Die Warenexporte vergrößerten sich um 7,9 Prozent, Dienstleistungen für das Ausland um 15,4 Prozent. Auch die Warenimporte legten um 8,8 Prozent, aus dem Ausland bezogene Dienstleistungen um 13,7 Prozent zu. Laut Eurostat kann die mittlere Baltenrepublik seit 2009 steigende Außenhandelsüberschüsse verzeichnen (2011: 597 Millionen Euro). Damit gehört sie neben Deutschland (102.217 Millionen Euro), Österreich (5.816) und Estland (1.339) zu den zehn EU-Ländern, die sich im Plus befinden. Die Letten wirtschaften also wieder reger. Ob steigende Konjunkturzahlen bereits eine gute Wirtschaftspolitik widerspiegeln, bleibt allerdings umstritten.

Bauarbeiten in Riga, Foto: LP

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