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Münster, 23.5.2017
Eine Zugreise nach Riga – fast so spannend wie der Weltraumbahnhof Baikonur PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 02. März 2012 um 21:31 Uhr

Auf dem Bahnsteig im Hauptbahnhof RigaWer möglichst umweltschonend in die baltischen Staaten reisen will, wird mit langer Reisezeit und weiteren Strapazen bestraft. Eigentlich wäre die Eisenbahn das geeignete Transportmittel für solche Fernstrecken. Doch bislang gestaltet sich eine Schienenreise von Berlin bis Riga als Entschleunigungsübung mit ganz speziellem Service auf weißrussischer Seite. Zur Kaiserzeit war die baltische Region mit Dampfrössern schneller erreichbar. Lettland leistet sich eine sowjetische Museumsbahn als Massentransportmittel. Aber die baltischen Länder wollen den Anschluss an den Westen. Ihre Regierungen planen daher, mit EU-Hilfe die Rail Baltica zu bauen. Diese soll die Städte Tallinn, Riga und Kaunas mit Warschau und Berlin verbinden. Die Modernisierung des veralteten Bahnnetzes könnte auch die lettische Wirtschaft vorantreiben. Doch in letzter Zeit macht eher eine fragwürdige Ausschreibung Schlagzeilen.

Abfahrt auf dem Gelände des Hauptbahnhofs Riga, Foto: LP

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Latvijas Krājbanka: Lettland hat eine neue Krachbank PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 25. November 2011 um 22:59 Uhr

Krajbanka-AutomatBritische Polizisten nahmen am 24.11.11 Wladimir Antonow und Raimondas Baranauskas fest. Die litauische Regierung hatte einen internationalen Haftbefehl ausgestellt. Sie wirft den beiden Inhabern der Snoras-Bank vor, dass sie mit betrügerischen Machenschaften und gefälschten Dokumenten ihr Geldinstitut in die Pleite wirtschafteten. Die Banker kamen am nächsten Tag erst einmal gegen Kaution frei. Der jüngste Bankenkrach ruiniert auch Latvijas Krājbanka. Der lettische Staat veräußerte sie seit 1997 nach und nach. Nun ist sie eine Tochter dieser litauischen Privatbank. Die Zahlungsunfähigkeit der Krājbanka erreicht offenbar nicht die Dimension der Parex-Krise, die den lettischen Staat 2008 an den Rand des Bankrotts trieb. Antonows lettische Filiale rangiert lediglich auf Platz 9 der größten lettischen Banken. Dennoch ist dies ein Rückschlag in der wirtschaftlichen Erholung des Landes. Abermals muss die lettische Regierung Geld bereitstellen, um die Spareinlagen und Gehaltskonten der Kunden abzusichern. Diese standen am Wochenbeginn erst einmal ratlos vor gesperrten Geldautomaten. Die Folgen für die lettische Wirtschaft sind noch nicht abzusehen. Die Rigaer Fluggesellschaft airbaltic ist Kunde der Snoras-Bank. Pietiek.com berichtete, dass die lettische Regierung erwägt, einen Millionenauftrag für neue Eisenbahnzüge zu stornieren. (Inzwischen dementieren Regierung und die Waggonbau-Manager, dass Fabrik und Vertrag gefährdet seien). Die Vorsitzende des lettischen Arbeitgeberverbandes, Līga Menģelsone, warnte, dass zahlreiche Firmen, deren Krājbanka-Konten gesperrt sind, nun selbst zahlungsunfähig werden könnten. Auch zahlreiche Kommunen haben Einlagen in der lettischen Traditionsbank, die 1924 gegründet wurde und zuletzt über 900 Mitarbeiter beschäftigte.

Die Krājbanka-Automaten geben kein Geld mehr her, Foto: LP

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Konjunkturumfrage der Auslandshandelskammern: Deutsche Unternehmer in Lettland hoffen auf neuen Aufschwung PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 24. Juni 2011 um 00:00 Uhr

SchellschmidtDie Deutsch-Baltische Handelskammer, die deutsche Unternehmer in Estland, Litauen und Lettland vertritt, beteiligte sich auch in diesem Jahr an der Konjunkturumfrage deutscher Wirtschaftskammern, die in Mittel-Ost-Europa tätig sind. Die fast tausend befragten deutschen Unternehmer bewerten jährlich ihren ausländischen Wirtschaftsstandort und die dortigen Aussichten für ihre Firma. 37 Befragte, die in Lettland Geschäfte machen, beurteilen die Lage verhalten optimistisch. Nach dem heftigen Einbruch der lettischen Konjunktur in den Jahren 2008 und 2009 scheint die Talsohle verlassen. Ob in Zukunft wieder bessere Geschäfte zu erwarten sind, bleibt aber noch ungewiss. Bestünde Lettlands Ökonomie aus einem großen Fass des einheimischen schwarzen Kräuterlikörs Balzams, so wäre dieses für die einen halb voll, für die anderen halb leer.

Maren Diale-Schellschmidt gehört zum geschäftsführenden Vorstand der deutschbaltischen Auslandshandelskammer, Foto: ahk-balt.org

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. Juni 2011 um 11:01 Uhr
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