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Münster, 16.7.2018
Warum die Letten den Euro demnächst nicht einführen sollten - Kommentar PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 09. Februar 2013 um 00:00 Uhr

Lats mit Igel-MotivDie Debatten um den Euro und um die national-egoistischen Verhandlungen des EU-Budgets bestimmen die Schlagzeilen. Letztlich sind es die gewählten Regierungschefs, die auf Kosten eines gemeinsamen Europas nationalistisch auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Zuhause wird ihnen wegen ihrer "Härte" gehuldigt. Die EU - verkommen zu einem traurigen Schacherclub - doch die Schreiberlinge werden schon einen Grund finden, den visionslosen und zerstrittenen Zustand Europas der Brüsseler Bürokratie in die Schuhe zu schieben. Die Debatte um den Euro ist für Lettland noch existenzieller als die Frage, ob lettische Bauern in Zukunft bei Agrarsubventionen weniger benachteiligt werden als bisher. Lettland sollte den Euro im nächsten Jahr noch nicht einführen - eine kühne Forderung wider der lettischen und deutschen Mainstream-Propaganda. Und schlimmer noch: Der Autor dieser Zeilen stellt sich damit auf die Seite der geschmähten, moskaugesteuerten „Roten“, der Abgeordneten des Sakaņas Centrs/ Zentrum der Eintracht.

Lettlands Lats-Igel sollte tapfer bleiben, Copyright: www.bank.lv (Latvijas Banka)

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“What can you achieve in the street? It is cold and snowing.” – Ein Artikel der New York Times erregt lettisches Aufsehen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 05. Januar 2013 um 00:00 Uhr

Baustelle in RigaDie us-amerikanische Tageszeitung New York Times (NYT) widmete sich gleich am ersten Tag des neuen Jahres dem Thema Lettland. Andris Higgins stellte die lettische „Erfolgsgeschichte“ auf den Prüfstand und kam – für ein linksliberales Blatt und Web erwartungsgemäß - zu einer eher kritischen Einschätzung. Das Für und Wider der lettischen Wirtschaftsdaten wurde in der Lettischen Presseschau oftmals dargelegt. Auch Higgins beschreibt, wie nach tiefer Rezession Lettland sich zum EU-Champion der Konjunkturzahlen entwickelt hat. Damit ist die mittlere Baltenrepublik zum Modell jener geworden, die mit Austeritätspolitik die weltwirtschaftlichen Probleme lösen wollen – ungeachtet der sozialen Nöte, die eine solche Sparpolitik in weiten Teilen der Bevölkerung hervorruft. Lettlands Geburtenraten sind niedrig, das Ausmaß der Erwerbslosigkeit und Emigration dagegen hoch. Higgins stellt sich u.a. die Frage, ob besondere Bedingungen die Letten leidensfähiger machen als die Griechen und ob eine solche Duldsamkeit eher positiv oder negativ zu betrachten ist. Die lettischen Webportale zitieren ausführlich aus dem NYT-Artikel.

Quo vadis, Lettland? Bild einer Rigaer Baustelle, Foto: LP

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Lettland: Brummende Wirtschaft mit niedrigen Löhnen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 27. Dezember 2012 um 11:05 Uhr

Baustelle in RigaPauls Raudseps ist ein abwägender Kommentator, der nicht zu den Schönfärbern zählt. Dass Lettland derzeit nur 2,75 Prozent Zinsen für siebenjährige Anleihen berappen müsse, 2,5 Prozent weniger als zehn Monate zuvor, bewertete der Wirtschaftsjournalist der Wochenzeitschrift Ir im Dezember dennoch euphorisch mit der lettischen Bestnote „izcili“, hervorragend. Dieses Izcili bezieht Raudseps auf die gesamte wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2012. Lettland habe es geschafft, das Vertrauen von Investoren und Gläubigern zurückzugewinnen. Die lettischen Wirtschaftspolitiker, Musterschüler der Merkel-Regierung, wollen offensichtlich das deutsche Modell kopieren: Exportoffensiven bei sparsamer Haushaltsführung. Ob eine solche Konjunkturpolitik jenen nützt, die am dringendsten einen Aufschwung benötigen?

Baustelle in Riga: Dank EU-Fördermittel konnte die lettische Bauindustrie überleben, Foto: LP

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