logo
Münster, 21.8.2017
Lettland: DBHK stellt Konjunkturumfrage 2010 vor: Lichtblick nach dem Krisenjahr PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 30. April 2010 um 20:16 Uhr
Der Büroturm einer Bank überragt das Pardaugava-Ufer in RigaVertreter der Deutsch-Baltischen Handelskammer (DBHK), die mit den deutschen IHK kooperiert und Büros in allen drei Ländern unterhält, präsentierten am 28.4.2010 in Riga die Ergebnisse ihrer alljährlichen Erhebung, die seit 2004 durchgeführt wird. 102 deutsche Unternehmen, die in Lettland, Litauen oder Estland produzieren oder Dienstleistungen anbieten, beteiligten sich an der Umfrage. Die Bewohner der Baltenrepubliken traf die Wirtschaftskrise schlimmer als andere EU-Bürger. Die Letten spürten die Folgen am heftigsten. Sie müssen mit der höchsten Erwerbslosenquote der EU-27 Länder leben. Der Internationale Währungsfonds verpflichtete ihre Regierung auf einen strikten Sparkurs. Das Einkommen der Einwohner sank deutlich. Im vergangenen Jahr schrumpfte die lettische Wirtschaft um 18 Prozent. Die Krise ist noch längst nicht überwunden, doch die deutschen Unternehmer sehen für alle drei Länder Licht am Horizont.
Den Bankenplatz Riga hat die Wirtschaftskrise schwer getroffen, auch andere Wirtschaftsbranchen verzeichneten scharfe Einbrüche, Foto: UB.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25. Januar 2011 um 21:22 Uhr
Weiterlesen...
 
Lettische Erwerbslosenquote im Dezember: 22,8 % - Ökonomen rechnen mit weiteren Abwanderungen PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 30. Januar 2010 um 20:35 Uhr
Die VEF-Fassade mit blitzeschleuderndem ZeusDie Eurostat-Statistiker veröffentlichten am 29.1.09 ihre Zahlen zu den Erwerbslosen-Quoten der EU-Mitgliedsländer. Sie berechneten für den Dezember 2009, dass die Letten weiterhin mit der höchsten Quote aller 27 EU-Staaten leben müssen. Im fünften Monat in Folge hat Lettland diesen traurigen Spitzenplatz inne. Die Quote für Deutschland betrug 7,5 Prozent. Die niedrigste Prozentzahl verzeichneten die Niederländer (4) und die Österreicher (5,4). Der EU-Durchschnitt lag bei 9,6 Prozent. Diese Statistik ist `saisonbereinigt`, das heißt, dass Schwankungen, die jahreszeitlich bedingte Arbeitslosigkeit verursachen, herausgerechnet wurden. Die EU-Statistiker ermittelten zudem ein besonders erschreckendes Detail für das vierte Quartal des letzten Jahres: 44,5 Prozent der spanischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren in diesem Zeitraum erwerbslos. Ihren lettischen Altersgenossen erging es mit 43,8 Prozent kaum besser. Das Webportal Delfi.lv publizierte am selben Tag eine Diskussion zwischen Wirtschaftsexperten. Sie wurden gefragt, wie sie die weitere Entwicklung des Arbeitsmarkts einschätzen. Sie erwarten unter anderem weitere Abwanderung. Dabei haben allein zwischen 2004 und 2006 hunderttausend Letten ihre Heimat verlassen.
Die historistische Fassade des ehemaligen staatlichen Elektrokonzerns VEF steht beispielhaft für die Deindustrialisierung Rigas. Den Großbetrieben blieb keine Zeit, sich auf die westlichen Märkte einzustellen. Foto: UB
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 15. Oktober 2013 um 19:38 Uhr
Weiterlesen...
 
Parex-Bank will nicht mehr Parex-Bank sein - aber trotzdem weitere 100 Millionen Lats vom Staat PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 28. November 2009 um 22:29 Uhr
In der Nähe befindet sich das FinanzministeriumNils Melngailis betätigt sich seit dem letzten Dezember als eingesetzter Krisenmanager der Parex-Bank. Seine Angestellten hatten sich verspekuliert und standen vor dem Bankrott. Die Regierung von Ivars Godmanis rettete im Herbst 2008 das zweitgrößte private Geldinstitut des Landes mit 670 Millionen Lats (=939 Millionen Euro), übernahm zunächst 51 Prozent der Aktien, später 85 Prozent. Diese Pleite beschleunigte die wirtschaftliche Talfahrt derart, dass Lettland wenig später einen Milliardenkredit des Internationalen Währungsfonds benötigte. Seitdem sehen sich die lettischen Regierungen zu einem strikten Sparkurs gezwungen, unter dem vor allem Rentner und staatliche Bedienstete, indirekt aber auch die Arbeitnehmer der Privatwirtschaft zu leiden haben. Die Wirtschaft schrumpft unter deflationären Bedingungen und die Letten leben nun mit der höchsten Erwerbslosenquote in der Europäischen Union. Melngailis erklärte gegenüber dem TV-Polit-Magazin de facto, dass sein `systemrelevantes` Geldhaus weitere 100 Millionen Lats (=140 Millionen Euro) vom Staat brauche. Er plant, die Schulden und wertlosen Papiere in eine Bad Bank auszulagern. Aus Imagegründen erwägt der Parex-Vorstandsvorsitzende, den Namen seiner Pleitefirma zu ändern. Derweil kritisiert der jetzige Premier Valdis Dombrovskis . wie die staatliche Übernahme in der Zeit der Vorgängerregierung vonstatten ging: Unter anderem seien mit dem Parex-Personal überhöhte Gehälter und Abfindungen vereinbart worden.
 
Die Parex-Zentrale in der Rigaer Altstadt, Foto: UB
Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 10 von 15
  • 27.08.2017 Bad Krozingen, Freiburg i. Br.: Zenta Ma...
  • 27.08.2017 Deutschsprachiger Gottesdienst in Riga

(C)2006-2011 Lettische Presseschau Impressum || Kontakt ||