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Münster, 16.12.2017
Der Wirtschaftsstandort Lettland ist besser als sein Ruf, Interview mit DBHK-Vertreterin Ginta Petra PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 10. Juli 2010 um 08:21 Uhr
Ginta PetraDie Deutsch-Baltische Handelskammer (DBHK) vertritt deutsche Unternehmer, die in Estland, Litauen und Lettland mit ihren Firmen präsent sind oder geschäftliche Beziehungen zu dieser Region unterhalten. Sie ist die einzige Auslandskammer, die in drei Ländern zugleich aktiv ist. Die Bundesregierung hatte bereits in den neunziger Jahren Kontakte zwischen einzelnen deutschen Industrie- und Handelskammern (IHK) zu Büros in der baltischen Region gefördert. So unterstützte die IHK Hagen die Vertretung in Lettland. Solche Partnerschaften hatten das Ziel, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den baltischen Ländern zu intensivieren. Die DBHK entstand dann 2004 als Dachorganisation dieser Büros in Tallinn, Vilnius und Riga. Ihr erster Vorsitzender wurde der ehemalige Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff, dessen Familie deutschbaltische Wurzeln hat. Die DBHK hilft ihren Mitgliedern bei Firmenneugründungen und vermittelt Geschäftskontakte. Außerdem ebnet sie deutschen Unternehmern den Weg zu den Märkten der drei Ostseerepubliken. Die Büros organisieren Delegationsreisen, Kooperationsbörsen und Projekte. Ein Schwerpunkt bildet beispielsweise das Thema „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“. Die DBHK betreut ihre Mitglieder auch bei dem tagtäglichen Kampf mit der Bürokratie. Die Angestellten übernehmen die Lohnbuchhaltung und Personalverwaltung, vertreten die Firmen gegenüber den Finanzämtern und halten Ausschau nach geeignetem Personal. Doch die DBHK ist nicht nur in eine Richtung tätig. Sie ermutigt auch einheimische Unternehmer, sich den deutschen Markt zu erschließen und vermittelt auch dieser Zielgruppe die nötigen Kontakte. Estnische, litauische und lettische Interessenten können sich in Seminaren informieren, was sie bei Geschäftsbeziehungen mit Deutschen beachten sollten. Ferner gehören die Vertretung von acht deutschen Messestandorten und des Senioren Experten Service zu den vielfältigen Tätigkeiten der Mitarbeiter. Die DBHK hat 370 Mitglieder, davon über 100 in Lettland. Sie versteht sich als ein Netzwerk, das die deutsch-baltische Wirtschaft fördern möchte. Über die Tätigkeiten ihrer Organisation und über den Zustand der lettischen Wirtschaft gab die Leiterin des lettischen DBHK-Büros, Ginta Petra, der Lettischen Presseschau ein Interview.
Frau Ginta Petra leitet das lettische DBHK-Büro, Foto: DBHK
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 30. Januar 2011 um 13:46 Uhr
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Lettland: DBHK stellt Konjunkturumfrage 2010 vor: Lichtblick nach dem Krisenjahr PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 30. April 2010 um 20:16 Uhr
Der Büroturm einer Bank überragt das Pardaugava-Ufer in RigaVertreter der Deutsch-Baltischen Handelskammer (DBHK), die mit den deutschen IHK kooperiert und Büros in allen drei Ländern unterhält, präsentierten am 28.4.2010 in Riga die Ergebnisse ihrer alljährlichen Erhebung, die seit 2004 durchgeführt wird. 102 deutsche Unternehmen, die in Lettland, Litauen oder Estland produzieren oder Dienstleistungen anbieten, beteiligten sich an der Umfrage. Die Bewohner der Baltenrepubliken traf die Wirtschaftskrise schlimmer als andere EU-Bürger. Die Letten spürten die Folgen am heftigsten. Sie müssen mit der höchsten Erwerbslosenquote der EU-27 Länder leben. Der Internationale Währungsfonds verpflichtete ihre Regierung auf einen strikten Sparkurs. Das Einkommen der Einwohner sank deutlich. Im vergangenen Jahr schrumpfte die lettische Wirtschaft um 18 Prozent. Die Krise ist noch längst nicht überwunden, doch die deutschen Unternehmer sehen für alle drei Länder Licht am Horizont.
Den Bankenplatz Riga hat die Wirtschaftskrise schwer getroffen, auch andere Wirtschaftsbranchen verzeichneten scharfe Einbrüche, Foto: UB.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25. Januar 2011 um 21:22 Uhr
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Lettische Erwerbslosenquote im Dezember: 22,8 % - Ökonomen rechnen mit weiteren Abwanderungen PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 30. Januar 2010 um 20:35 Uhr
Die VEF-Fassade mit blitzeschleuderndem ZeusDie Eurostat-Statistiker veröffentlichten am 29.1.09 ihre Zahlen zu den Erwerbslosen-Quoten der EU-Mitgliedsländer. Sie berechneten für den Dezember 2009, dass die Letten weiterhin mit der höchsten Quote aller 27 EU-Staaten leben müssen. Im fünften Monat in Folge hat Lettland diesen traurigen Spitzenplatz inne. Die Quote für Deutschland betrug 7,5 Prozent. Die niedrigste Prozentzahl verzeichneten die Niederländer (4) und die Österreicher (5,4). Der EU-Durchschnitt lag bei 9,6 Prozent. Diese Statistik ist `saisonbereinigt`, das heißt, dass Schwankungen, die jahreszeitlich bedingte Arbeitslosigkeit verursachen, herausgerechnet wurden. Die EU-Statistiker ermittelten zudem ein besonders erschreckendes Detail für das vierte Quartal des letzten Jahres: 44,5 Prozent der spanischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren in diesem Zeitraum erwerbslos. Ihren lettischen Altersgenossen erging es mit 43,8 Prozent kaum besser. Das Webportal Delfi.lv publizierte am selben Tag eine Diskussion zwischen Wirtschaftsexperten. Sie wurden gefragt, wie sie die weitere Entwicklung des Arbeitsmarkts einschätzen. Sie erwarten unter anderem weitere Abwanderung. Dabei haben allein zwischen 2004 und 2006 hunderttausend Letten ihre Heimat verlassen.
Die historistische Fassade des ehemaligen staatlichen Elektrokonzerns VEF steht beispielhaft für die Deindustrialisierung Rigas. Den Großbetrieben blieb keine Zeit, sich auf die westlichen Märkte einzustellen. Foto: UB
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 15. Oktober 2013 um 19:38 Uhr
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