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Münster, 20.10.2017
Afrikanische Schweinepest in Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 19. Januar 2017 um 00:00 Uhr

Wieder wurden Schweine getötet, diesmal 5023

OhrblutungStaatliche Kontrolleure stellten am 13.1.2017 in einem Zuchtbetrieb erneut die afrikanische Schweinepest fest. Diesmal sind besonders viele Tiere einer Massenzucht betroffen. Etwa 2000 erwachsene Schweine und 3000 Ferkel wurden im Kreis Krimulda getötet, um die weitere Verbreitung der hochinfektiösen Seuche zu verhindern. Sie endet für Schweine meistens tödlich, ist aber für Menschen ungefährlich. 2014 kam die Seuche nach Lettland, zuerst überfiel sie Wildschweine, wenig später auch Hausschweine in den Viehställen. Am 17.1.2017 erklärten die Gemeinden von Krimulda, Adaži und Salaspils den Ausnahmezustand. Er wird bis zum 17.4.2017 in Kraft bleiben. In diesen Gebieten können Massenschlachtungen vorgenommen werden. Zudem gelten strikte Bestimmungen zur Viehhaltung und zum Transport von Schweinen und Fleisch.(zm.gov.lv) Die afrikanische Schweinepest wird seit 2014 in den baltischen Ländern und Ostpolen beobachtet. Trotz erfolgter Massenschlachtungen und Seuchenschutzbestimmungen wiederholen sich die Alarmmeldungen.

Ohrblutung als Symptom der afrikanischen Schweinepest, Foto: Gemeinfrei, Link

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Protest gegen Sozialabgaben in Kleinunternehmen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 26. November 2016 um 00:00 Uhr

Regierung fürchtet Missbrauch, Demonstranten bangen um ihre soziale Existenz

Protest vor der SaeimaWährend der finalen Haushaltsdebatte beschlossen die Parlamentarier eine Gesetzesänderung, gegen die etwa 250 Demonstranten vor dem Eingang zur Saeima protestierten. Ab 2017 sollen Beschäftigte in steuerbegünstigten Kleinunternehmen nach und nach dazu verpflichtet werden, Sozialabgaben zu zahlen. Was sozial klingt, könnte die soziale Situation für manche Geringverdiener noch verschlimmern. Denn auch in Lettland leben Selbständige und Scheinselbständige häufig am Existenzminimum. Fortan sollen sie monatlich einen Betrag von etwa 130 Euro oder mehr in die Staatskasse einzahlen und somit Renten und medizinische Versorgung mitfinanzieren. Der vom Fiskus einkassierte Mindestbetrag orientiert sich am zukünftigen monatlichen Mindestlohn von 380 Euro, bei dem neben der Flattax von 23 Prozent zusätzlich 10,5 Prozent Sozialabgaben fällig sind. Von letzteren übernimmt der Arbeitgeber wiederum 70 Prozent. Ein Mini-Selbständiger, der in seinem Betrieb der einzige Beschäftigte ist, muss also für sich sowohl den Arbeitgeber- als auch den Arbeitnehmeranteil bezahlen. Und ein Angestellter, der vielleicht nur wenige Stunden aushilft, ist zu Sozialabgaben in der Höhe des Mindestlohns verpflichtet. Für so manchen dürfte sich dieses Erwerbsmodell bald nicht mehr lohnen. Vertreter der Regierungskoalition verteidigten diese Gesetzesänderung, die von der Opposition abgelehnt wird.

Angeordnete werden von Demonstranten empfangen, Foto: Reinis Inkēns, Saeimas Administrācija

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Erster Containerzug aus China erreicht Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 04. November 2016 um 17:40 Uhr

Chinesen sollen der lettischen Wirtschaft einen Schub geben

Containerzug aus ChinaYiwu, für chinesische Verhältnisse mit 700.000 Einwohnern eine Kleinstadt, ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Nähe Schanghais. Hier werden Container auf Waggons verladen, die eine lange Reise vor sich haben: Yiwu-Madrid ist mit etwa 13.000 Kilometern die längste Güterzugstrecke der Welt. Nun soll eine andere Route das Netz der "neuen Seidenstraße" erweitern. Am 5.11.2016 erreicht ein Containertestzug aus Yiwu den Rigaer Hauptbahnhof. Dort wird er feierlich empfangen werden. Er benötigte zwei Wochen, um den 11.066 Kilometer langen Weg zurückzulegen. Edvīns Bērziņš, Leiter der lettischen Eisenbahngesellschaft Latvijas Dzelzceļš, hofft, dass die zukünftige Frachtverbindung mit China Verluste kompensieren könnte. Denn die russische Bahngesellschaft Transneftj hatte am 12.9.2016 angekündigt, Lettland nicht mehr als Transitland für russisches Öl zu nutzen. Der weitaus längste Teil der Strecke Yiwu-Riga führt über russische Schienen. Politiker erhoffen sich einen Anschub für die lettische Wirtschaft.

Der Containerzug Yiwu-Riga, Foto: Latvijas Dzelzceļš

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